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Aber warum ernährst du dich eigentlich vegan?

Seit nun knapp 8 Jahren ernähre ich mich vegan. Doch warum entscheidet man sich eigentlich für eine vegane Ernährung? Macht man einfach nur einen Trend mit?

Genau das oder ähnlies werde ich immer wieder gefragt. Darum habe ich euch mal meine Top Gründe für eine vegane Ernährungsweise aufgeschrieben.



Tierliebe

Der Hauptgrund ist bei den meisten Menschen vermutlich- und so auch für mich - die Liebe zu Tieren. Um das Quälen oder gar Töten von Tiere zu verhindern, verzichtet man gern auf alte Gewohnheiten.

Mir war führer gar nicht so bewusst, was es eigentlich für das Tier bedeutet, wenn man sich von Tierischen Produkten ernährt. Um die große Nachfrage nach Produkten tierischen Ursprungs zu decken, werden Tiere auf engstem Raum gehalten. Sie werden oft unter schlechtesten Bedingungen, wie zum Beispiel ohne ausreichend Wasser, quer durchs Land transportiert, lernen selten überhaupt Tageslicht und frischen Luft kennen und auch die Schlachtbedingungen lassen oft leider zu wünschen übrig.

Kein Lebewesen sollte ausgenutzt, gequält oder getötet werden. Unabhängig der Haltungsform muss man leider festhalten, dass solange wir Menschen einen so hohen Konsum an tierischen Produkten haben, können Tiere sehr oft nicht so gehalten werden, dass es ihnen wirklich gut ergeht.

Wer sich vegan ernährt, setzt sich damit gegen Tierleid und für Tierwohl ein.


Oft frage ich mich auch, warum bei vielen Menschen die Tierliebe nicht über das eigene Haustier hinaus geht? Warum wird der Verzehr bestimmter Tierarten als ethisch vertretbar und angemessen beurteilt? Und warum wird Tierliebe nur auf bestimmte Tierarten und Situationen bezogen?



Gesundheit

Eine vegane Ernährung hat das Potenzial sehr gesund zu sein. Als ich anfing, mich vegan zu ernähren, wurde ich sehr oft nicht grossen Augen gefragt: "Und was isst du jetzt - wie ein Kaninchen nur noch Salat?". Vereinfach gesagt: "Ja!"

Natürlich essen ich nicht nur Salat! Bei mir stehen zum Beispiel Gemüse, Obst, Vollkorngetreide und Pflanzenöle auf dem Speiseplan. Diese Lebensmittelgruppen enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe, sekundären Pflanzenstoffe und die oft geringe Energiedichte (ich höre schon die Kritiker schreien - natürlich haben pflanzliche Fette auch viele Kalorien ;-) legt nicht jedes Wort auf die Goldwaage) können der Gesundheit sehr förderlich sein.




Geschmackserlebnisse

Und damit wären wir auch schon beim nächsten Grund. Als mein Entschluss feststand mich künftig vegan zu ernähren, musste ich mich zwangsläufig damit auseinandersetzen, was ich denn nun eigentlich essen würde. Viele von uns kochen die immer wieder gleichen 10-15 Rezepte. Ich konnte das nun nicht länger und musste neue Wege gehen. Unglaublich wie eingefahren ich war.

Ich habe viele Dinge ausprobiert für gut und auch für sehr schlecht empfunden. Ich liebe es bis heute neue Rezepte auszuprobieren und mich von neuen Kombinationen überraschen zu lassen. Anders als noch vor ein paar Jahren stehen heute einem Vegane viele tierfreie Alternativen zu verfügung, was die Umstellung auf eine vegane Lebensweise vereinfachen kann. Und denkt immer daran, es gibt nicht nur schwarz oder weiß. Lasst euch nicht in eine Schublade stecken. Ich fände es schon großartig, wenn man für den Anfang erst einmal eine vegane Mahlzeit in seinen Alltag integriert.

Eurer Kreativität in der Küche sind heute auch als Veganer keine Grenzen mehr gesetzt Und es gibt so viel zu entdecken: Obst und Gemüse, diverse Getreidesorten, Bohnen, Pflanzendrinks aus z.B. Soja, Mandel, Hafer, Pflanzenjoghurts und auf Tofu in all seiner Vielfalt.

Und wenn dir selbst die richtige Anregung in der Küche fehlt, schau dir gern meine Rezepte an. Ich teste viele neue Geschmackserlebnisse aus und teile sie mit euch.



Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit

Wusstest du, dass für den Anbau pflanzlicher Lebensmittel durchschnittlich weniger Ressourcen benötigt werden als für solche tierischen Ursprungs? Wusstest du, dass man um 1 kg Protein aus Fleisch zu gewinnen ungefähr 133 kg Trockenmasse Futter benötigt?

Wenn die als Tierfutter angebauten Pflanzen direkt vom Menschen verzehrt werden könnten oder manche der Flächen zum Anbau von anderen, für den menschlichen Verzehr geeigneten, Pflanzen genutzt werden würden, und wir alle deutlich weniger Fleisch und anderen tierischen Produkten konsumieren würden, könnten wir gemeinsam den Welthunger verringern.


Wusstest du, dass das Soja aus dem Regenwald fast nur für die Futtermittelproduktion verwendet wird? Nur ein verschwindend geringer Anteil, wird für die direkte menschliche Ernährung genutzt. Das meiste Soja für Tofu und Co. wird in Europa angebaut. Durch weniger benötigtes Tierfutter könnte also die Regenwaldrodung vermindernt werden.


Wusstest du, dass sich die intensive Tierhaltung auch negativ auf den Klimawandel auswirkt? Neben den Methan-Ausstößen der Tiere (Tierfürze, kein Witz), benötigen die Futtermittelherstellung, die Verarbeitung und der Transport der Tiere und der daraus hergestellten Produkte viel Energie. Das treibt die klimaschädlichen Ausstöße in die Höhe.

Wenn wir bevorzugt saisonal und regional einkaufen, können wir dazu beitragen, den Klimawandel aufzuhalten.



Es gibt noch viele weitere ethische, gesundheitliche, ökologische, soziale und praktische Gründe, die für vegane Ernährung sprechen. Welche sind eure?

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